MOVE-Leitbild (Teil 1)

In der OGL-Sitzung vom 10. Februar wurde über den Beschluss des Gemeinderats für das Leitbild des Verkehrsentwicklungskonzepts MOVE mit dem Zieljahr 2035 berichtet. Es formuliert durchaus sinnvolle Ziele, allerdings in einer doch recht vage gehaltenen Sprache („Nachhaltige Steuerung und Reduzierung des motorisierten Individualverkehrs“ oder „Stärkung des ÖPNV“). Der Haken dabei: Es ist nicht klar, wann diese Ziele als erreicht gelten können. Reicht für „Reduzierung“ vielleicht schon, dass das Wachstum bis 2035 nicht ganz so hoch ausfällt, wie das die beauftragten Verkehrsingenieure prognostizieren?

Angesichts der klimapolitischen Herausforderungen, die wir in dieser Dekade zu bewältigen haben, können wir uns diese gemütliche Unbestimmtheit nicht mehr leisten. Das global vereinbarte Ziel, die Erderwärmung auf maximal 1,5 – 2 Grad C. zu begrenzen, zwingt uns zu überprüfbaren Zwischenschritten in allen klimarelevanten Bereichen, und dazu gehört natürlich der Verkehr (der bisher so gut wie nichts zu der bisher erreichten, noch längst nicht ausreichenden, CO2-Minderung beigetragen hat).

Auf Bundes- und Landesebene wird das inzwischen immerhin erkannt: die Bundesregierung hat sich für Gesamtdeutschland auf Klimaneutralität bis 2050 verpflichtet. Die Landesregierung will den motorisierten Individualverkehr (MIV) bis 2030 um 50% reduzieren. Dem wollen wir uns auch auf kommunaler Ebene anschließen und für unsere Gemeinde festschreiben, dass der Anteil des rein innerörtlichen MIV am sogenannten „Modalen Split“ (Mix der mögl. Fortbewegungsmittel) von 45 auf 30 Prozent gesenkt wird.

Informationen sowie Ansprechpartner zum Mobilitäts- und Verkehrsentwicklungskonzept „MOVE“ 2035 finden Sie hier.

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