Vorentwurf für Doppelhaushalt 2022/23: Das sollte dabei sein

In diesen Tagen legt unser Kämmerer Vertretern des Gemeinderats die Überlegungen der
Stadtverwaltung zum Doppelhaushalt 2022/23 vor. Die Sanierung des Gymnasiums und der Otto-
Konz-/Hafenbrücke werden die größten Brocken sein. Über die Notwendigkeit dieser Investitionen,
die eine kleine Kommune fast schon überfordern, besteht Einigkeit im Gemeinderat.

Spannend wird es, wenn es um eine weitere Aufgabe geht, deren Dringlichkeit von Jahr zu Jahr
wächst: die Gestaltung der Energie- und Verkehrswende auf kommunaler Ebene. Auch Plochingen
muss spätestens in den 2040er Jahren klimaneutral werden. Das bedeutet, dass die Klimafolgen
(d.h. die Verursachung von CO 2 samt Äquivalenten) des kommunalen Eigentums (z.B. Gebäude)
und Handelns (Investitionen und Konsum) zunächst einmal erfasst und dann zügig reduziert werden
müssen.

Ansätze für eine interfraktionelle Zusammenarbeit sehen wir in der Schaffung der Stelle eines/einer
Klimaschutzbeauftragte/n. Und weil die erforderliche schnelle Energiewende ohne Verkehrswende
nicht machbar ist, hat die OGL-Fraktion beantragt, für die Jahre 2022/23 jeweils €100.000 für
Verbesserungen im ÖPNV einzustellen. Falls der Landkreis auf den Appell des Plochinger
Gemeinderats reagiert und einen 15-Minuten-Takt zumindest zwischen 6 und 21 Uhr ermöglicht,
könnten wir mit den dabei eingesparten Kosten zum Beispiel ein neues kommunal subventioniertes
Ticketangebot für einfache Gelegenheitsfahrten (1-Euro-Ticket) oder für Kinder (Tagesticket zu €
1,50) im Stadtbereich schaffen.

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